In einigen Ländern haben sich Sammler - und Philatelisten - Vereine in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts darum bemüht, für das Sammeln von Briefmarken und philatelistischen Belegen zu werben. Berichte über die Einrichtung von Werbetagen dazu gibt es beispielsweise aus Ungarn, den USA und Brasilien.
Es war schließlich die Anregung eines deutschen Sammlers und Philatelisten,
Hans von Rudolphi, aus dem Jahre 1933, die - Beginn der
Geschichte des Tages - zur internationalen Etablierung eines Tages der Briefmarke zur Werbung für dieses Hobby führte. Zunächst besprochen und gut geheißen auf den deutschen Philatelistentagen in Danzig 1934 und Mainz 1935, entschieden sich die Mitglieder der Fédération Internationale de Philatélie (FIP) auf ihrem Kongress in Luxemburg im August 1936, dem Antrag aus Deutschland zu folgen, einen Tag der Briefmarke einzuführen und ihren Mitgliedern dessen Durchführung zu empfehlen.
Das langwierige Vorgehen und die Terminierung war den, den deutschen Philatelisten eng verbundenen, österreichischen Sammlern lästig: Sie veranstalteten ihren ersten Tag der Briefmarke im Dezember 1935 in Wien. Ihre deutschen Sammlerfreunde folgten rasch - am 7. Januar 1936. Der erste Tag der Briefmarke nach dem FIP - Beschluss fand dann in Österreich im Dezember 1936 und in anderen Ländern im Lauf des Jahres 1937 statt.
Der "Tag der Briefmarke" wird bis heute in zahlreichen
Ländern der Welt begangen.